Facts & Figures

Arbeitsmarkt

  • 99.7% der Betriebe in der Schweiz sind KMU, sie beschäftigen 67.5% der Arbeitnehmenden (Bundesamt für Statistik, 2008).
  • 85% der befragten Europäer/-innen sind 1996 in einem unbefristeten, 15% in einem befristeten Verhältnis (oder Temporäreinsatz) angestellt; 83% arbeiten Vollzeit, 17% Teilzeit (Research on changing world of work, 2002).
  • 65% der Schweizer Bevölkerung sind berufstätig; davon 24% selbstständig erwerbend und 36% teilzeitlich erwerbstätig (sinkt mit steigender beruflicher Stellung) (Arbeit und Gesundheit in der Schweiz, 2005).
  • In sogenannten weiblichen Branchen wie Bildung, Gesundheits- und Sozialwesen oder Gastgewerbe arbeiten bis zu 78% Teilzeit; in stark männergeprägten Branchen wie Bau, Industrie, Transport- und Verkehrswesen hingegen arbeiten nur maximal 35% Teilzeit (Arbeit und Gesundheit in der Schweiz, 2005).
  • 22% der globalen Arbeitskräfte arbeiten mehr als 48 Stunden pro Woche (Working Time Around the World: Main findings and policy implications, 2007).
  • 30% der ArbeitnehmerInnen in der Schweiz arbeiten mehr als 45 Stunden pro Woche (Surveybasiertes Monitoring der Arbeitsbedingungen und des Gesundheitszustandes der Schweizer Erwerbsbevölkerung, 2005).

Gesundheit der Arbeitenden

  • 26% der Erwerbstätigen schätzen sich sehr gesund ein. Fast 30% zeigen gelegentlich bis öfters negative Gefühle wie Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit, Angst oder Depression (Arbeit und Gesundheit in der Schweiz, 2005).
  • 31% der Berufstätigen der Schweiz geben an, dass ihre Gesundheit durch ihre Arbeit beeinträchtigt wird, 18% klagen über Rückenschmerzen, 17% klagen über Stressfolgen, 13% klagen über Schmerzen in Schultern oder Nacken (Europäische Erhebung über die Arbeitsbedingungen 2005 - Ausgewählte Ergebnisse aus Schweizer Perspektive).
  • 44% der Erwerbstätigen leiden unter starker nervlicher Anspannung am Arbeitsplatz. Davon haben 38% der Frauen starke körperliche Beschwerden (gegenüber 20% bei Personen mit geringer Anspannung). Bei den Männern sind es 21% (gegenüber 14%) (Schweizerische Gesundheitsbefragung 2002).
  • Die durchschnittliche jährliche Absenzenzahl pro Vollzeitarbeitnehmenden beträgt 69 Stunden (rund 9.5 Tage). Davon sind 53 Stunden oder rund 6.5 Tage krankheitbedingt (Bundesamt für Statistik, 2006).

Kosten

  • Gemäss einer Studie des SECO betragen die Kosten des Stresses (medizinische Kosten, Selbstmedikation, Fehlzeiten, Produktionsausfall) in der Schweiz jährlich 4.2 Milliarden Schweizer Franken oder 1.2% des BIP (SECO-Studie, Die Kosten des Stresses in der Schweiz).
  • Für die Unternehmen ist dieser so genannte Absentismus mit erheblichen Kosten verbunden. Eine Firma mit 300 Mitarbeitenden zum Beispiel verliert dadurch rund eine Million Franken im Jahr. Weit höher sind die Kosten, wenn Mitarbeitende trotz Erkrankung am Arbeitsplatz ausharren und ihre Arbeit schlecht verrichten: der so genannte Präsentismus (Schweizerische Gesundheitsbefragung 2002).

Gesundheitsförderung und Prävention

  • 60% aller Todesfälle von 2005 sind auf chronische Krankheiten zurückzuführen. Nur 3% der gesamten Gesundheitskosten von 2004 wurden jedoch für die Gesundheitsförderung und Prävention verwendet (Working Toward Wellness, 2007).
  • Die Einsparungen bezüglich der Krankheitskosten stehen im Verhältnis 1:10,1; der Return on Investment steht bei 1:2,3 (Gesundheitlicher und ökonomischer Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention, 2007).
  • Betriebliche Gesundheitsförderungsmassnahmen (wie Nichtrauchen, Gewichtskontrolle, verändertes Ernährungsverhalten oder körperliche Aktivität) bewirken bereits kurzfristig (innerhalb von 3-4 Jahren) eine Verringerung der Krankheitskosten und führen nachweislich zu einer Reduktion von Absentismus (Gesundheitlicher und ökonomischer Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention, 2007).

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